Tiergestützte Therapie/Reittherapie

 

Jeder Reittherapie geht nach dem telefonischen Kontakt ein kostenfreier Termin voraus, bei dem die gemeinsamen Ziele definiert werden und die Formalitäten besprochen werden. Die Zielsetzungen werden in regelmäßigen Abständen überprüft und die Entwicklung wird dokumentiert.

 

Kosten: Eine Einheit von ca. 60 Minuten kostet 80 Euro

            Eine Einheit von ca. 30 Minuten kostet 40  Euro

            Gruppen:

 Alle Tierarten des Hofes können vom Klienten für seine Therapie ausgewählt werden.

 

Pferde sind Flucht- und Herdentiere und nur dann kooperativ und Führung akzeptierend, wenn sie Sicherheit, Kompetenz und eindeutiges Verhalten/Kommandos   wahrnehmen. Durch ihre beeindruckende körperliche Präsenz ermöglichen sie “tiefgreifende Erfahrungen“, die durch die direkte Erlebnisaktivierung einen nachhaltigen Lernerfolg sichern können.

Hunde sind emotional "warm"" und beziehungstiftend

Schweine strahlen Stärke, aber auch Wärme aus

Ziegen sind neugierig und fordernd

Gänse und Hühner sind

 

 

Therapie findet durch heilende Erfahrungen mit Menschen oder  auch Tieren  statt.

Tiere können  zu Beziehungspartnern werden, eingesetzt in der Psychotherapie, der Soziotherapie und der Pädagogik, und können stagnierende Prozesse wieder in Gang bringen,  seelische Resonanzen ermöglichen und auch physich mobilsieren.

 

In der Reittherapie sind die Pferde Assistenten oder auch ein Medium für therapeutische Prozesse. Die Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen kommen  gern zur Therapie, weil sie sich auf die Tiere freuen.

Wir führen mit den Pferden und Ponys psychotherapeutische, pädagogische und sozialintegrative Übungen  durch.

 

 

Reittherapie biete ich an bei

 - dem Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung

 - bei psychischen Störungen

 - bei AD(H)S

 - bei Verhaltensauffälligkeiten

 - bei schulischen Problemen

 

Methoden:

 - Umgang mit dem Pferd, streicheln, putzen, satteln

 - Führen des Pferde

 - Longiert werden, sitzen und liegen auf dem Pferd

 - geführte Ausritte mit Gesprächen

 - Entspannungsmethoden, Fantasiereisen auf dem Pferd

 - Freiarbeit mit dem Pferd

 - Erlebnispädagogische Angebote und Spiele auf und mit dem Pferd

 

Besonders geführte Ausritte auf den Reitwegen und im Wald bieten sich für Gespräche an, die dann leicht entstehen und ein "gemeinsam einen Weg beschreiten" wird erlebt.

Der Aufenthalt in der Natur fördert die Wahrnehmung und wirkt beruhigend durch die gleichbleibende Präsenz von unaufdringlichen Reizen wie Hufgeklapper des Pferdes und Vogelgezwitscher.

 

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Tiergestützte Therapie und Pädagogik

- bieten Nähe, Wärme und Bestätigung

- fragen nicht nach Aussehen, Alter, Status oder Können

- wirken wohltuend und stärkend auf unsere emotionalen und physiologischen Befürfnisse

- schult soziale, kognitive und motorische Fähigkeiten

- weckt Verantwortungsgefühl und  Einfühlungsvermögen

- hat angstlösende, aggressions- und stressabbauende Wirkung

- schult soziale Fähigkeiten und eine sinnvolle Selbstkontrolle

- wirkt motivierend und steigert  die Selbstwirksamkeit

 

 

 

Grundlage für die Arbeit ist zum einen die "tierische Eigenart" ihr Gegenüber als ganzheitliche individuelle Wesen ernst zu nehemn und zum anderen die hautnahe Begegung mit allen Sinnen. Das Streicheln und Anfassen der Tiere führt zur Entspannung und zum Aufbau einer emphatischen Beziehung, während die Toleranz der Tiere die Entwicklung von Selbstsicherheit und einer gesteigerten Handlungsmotivation bei Menschen bewirkt.

 

 

 

 

Es ist angenehm,

zugleich die Natur und sich selbst zu erforschen,

weder ihr noch dem eigenen Geist Gewalt anzutun,

sondern beide in sanfter Wechselwirkung miteinander

ins Gleichgewicht zu bringen.

 

J.W. von Goethe

 

Die freie und echte Begegnung mit einem anderen Lebewesen erföglichst nicht selten diesen kleinen Moment von Glück, der heilsam sein kann.

Menschen die zuwenig Wärme und Zärtlichkeit erleben können mit den Tieren selbst aktiv werden: sie können streicheln, schmusen und belohnen.

 

Wenn es um den Umgang mit Fell-, Borsten oder Federträgern geht gelingt Kontakt spielerisch, natürlich und leicht, was Menschen bei der Entfaltung ihres Potentials hilft.

Tiere vermitteln positive Gefühle über alle Sinne, ihre Ruhe und Gelassenheit überträgt sich und Empathie und positive Verhaltensstrategien entwickeln sich beim Menschen.

Tiere haben einen hohen Aufforderungscharakter, die Arbeit mit ihnen ist selbstbelohnend, viele pädagogische Ziele können so spielerisch erreicht werden:

  • sozial nicht integrierte Kinder können über die Arbeit mit den Tieren leichter in eine Gruppe eingegliedert werden
  • aggressive oder überreizte Kinder lernen schnell, dass das Tier zu einer Kooperation nur unter bestimmten Bedingungen bereit ist und ändern bereitwillig sozial störendes Verhalten, um den Spaß mit dem Tier zu erhalten
  • Kinder zeigen im Umgang mit Tieren  plötzlich Fähigkeiten, die ihnen oder anderen nicht bewußt waren; sie stärken darüber ihr Selbstwertgefühl
  • ängstlichen oder verschlossenen Kindern bieten Tiere oftmals eine Brücke in die Welt der anderen; sie können Beziehung in eigenem Tempo und nach eigener Befindlichkeit gestalten, können darüber soziale Ängste abbauen lernen, Vertrauen zu sich und der eigenen Ausstrahlung aufbauen

 

 

 

 

Tiere sind gut für die Seele


Tiere haben die Menschen über viele tausend Jahre durch die Evolution begleitet. Tiere sind für uns nicht nur Nutztiere, sondern auch Teil unserer mythischen Welt: sie sind Beschützer, Verbündete, Tröster, Begleiter und Freunde. Sie begleiten uns in unseren Träumen und als Lehrmeister in Parabeln und Märchen.

Dabei haben sie zu uns und wir zu ihnen besondere Beziehungsqualitäten aufgebaut. Hunde haben ihren Bezugsmenschen gegegnüber ein hohes Einfühlungsvermögen. Sie vermögen sich auf Stimmungen einzustellen, entwickeln spezifische Beziehungsqualitäten. Sie tun einfach gut, wenn man sie "richtig" behandelt. Bei Schweinen, Pferden, Ziegen, Hühnern und Gänsen  kommen andere Qualitäten zum Tragen, durch die sie zu "Schutzfaktoren" werden und seelische Stabilität fördern. Immer aber geht es um Beziehungsaufbau, Beziehungsgestaltung. Bei vielen Menschen haben seelischen Störungen ihre Ursachen in schmerzlichen, verletzenden, gewalttätigen, zurückweisenden, missbräuchlichen  Beziehungserfahrungen. Sie können Menschen nicht mehr trauen, sind bis in ihre Seelentiefen verschreckt. Hier können Tiere, werden sie richtig eingesetzt, in der Psychotherapie, Soziotherapie und Heilpädagogik bedeutende Wirkungen haben und stagnierte Prozesse in Gang bringen, seelische Resonanzen ermöglichen, aber auch physisch mobilisieren. Bei anderen Problemlagen wirken sie reguierend, spiegeln den Menschen und helfen so eine positive und  angemessene Selbstkontrolle aufzubauen. Jedes Tier setzt andere Assoziationen frei und spiegelt andere Eigenschaften des Menschen, in denen er sich wiedererkennen kann.
Wir stellen die "psychische Dimension" von Mensch und Tier in das Zentrum.  Sehen Mensch und Tier aber auch in ihrer leiblichen Interaktion, beim Spiel, bei der Arbeit, beim Üben, wo die neurobiologischen Anreize eine große Bedeutung haben. Tiere in Therapie und Pädagogik  stehen im Beziehungsnetz Person-TherapeutIn-Tier-Kontext. Dabei werden die artspezifischen Eigenheiten der jeweiligen Tierart genutzt, wird die Störungs- bzw. Krankheitsdynamik aufgegriffen und mit dem übrigen "Bündel von Maßnahmen" in der Therapie, so abgestimmt dass ein optimaler Prozess erreicht werden kann.
(FPI)